Über mich

Ich heisse Rickenbacher Xaver und wohne in Illgau. Dieses Dorf liegt circa 10km östlich von Schwyz auf einer Sonnenterrasse.

Das Titelbild auf der Willkommenseite sagt schon viel über mich aus.

Goldwing
Seit ich 18 Jahre alt bin, gehöre ich zur Liga der Töfffahrer. Begonnen hat alles mit einer DT 125. Damit bin ich häufig von zuhause nach Fribourg gefahren. Alle möglichen Varianten wurden ausprobiert. 1989 machte ich dann die schwere Prüfung und fuhr dann rund 15 Jahre einen 750-Chopper. Da ich nicht nur ein Schönwetterfahrer war, störte mich mit der Zeit immer mehr, wenn mich der Regen von vorne nässte. Also hielt ich Umschau nach einer Variante. 2004 entschied ich mich dann für ein „Seniorensofa“, oder anders gesagt für eine Goldwing GL 1200. Seit 2015 bin ich nun stolzer Besitzer einer GL 1800 und geniesse zusammen mit meiner Frau, durch die schönen Schweizeralpen und näherem Ausland zu fahren.
Ich bin aber kein typischer Töfffahrer. Ich bin Anwender (und zwar ein ziemlich angefressener) und kein Schrauber. Technische Details kenne ich weniger, Fahren muss die Maschine. Daher ist es meistens hoffnungslos, sich mit mir über Modelle, PS, Neuigkeiten und andere motorradspezifische Dinge zu unterhalten .

Hochgebirgs- und Skitouren
In meiner Studentenzeit war ich ein stinkfauler Läufer. Schon für kurze Distanzen benutzte ich ein motorisiertes Verkehrsmittel. Irgendwann um die 20 begann die Zeit von Skitouren und Hochgebirgswanderungen. Schöne Touren führten uns auf diverse Viertausender.
Zwei meiner Königstouren waren „Randa – Dom in 24 h“ und „Sion – Muotathal in 6 Tagen ohne jegliches Verkehrsmittel“. Die erste Königstour gelang leider nicht ganz. Rund 200 Höhenmeter unter dem Gipfel musste ich aufgeben. Denn der Rückweg stand ja noch bevor. Bei der zweiten Königstour gelang uns fast eine Punktlandung. Rund eine Stunde vor Mitternacht kamen wir bei mir zu Hause an. Die längste Tagesetappe war zugleich die letzte: Engelberg – Surenenpass – Schattdorf – Kinzigpass – Muotathal.
Was mich immer wieder faszinierte, waren die schönen Sonnenaufgänge in den Alpen. Wir gehörten zur Gattung der Frühaufsteher.
Leider ist es mir momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, solche Touren zu machen. Ich freue mich aber schon darauf, solche Touren mit meiner Frau zu unternehmen (einfach der Ü50-Generation angepasst )

Fliegen- und Tenkarafischen
Seit 2015 habe ich ein neues Hobby: fischen. Früher ass ich weder Fisch noch Meeresfrüchte. Ich hatte mir aber auf meinen innereuropäischen Goldwingtouren angewöhnt, vielfach einheimische Spezialitäten zu essen. Da es oft vorkam, dass ich in Küstengegenden herumkurvte, gehörten Meeresfrüchte und Fisch leider oder glücklicherweise dazu.
Da ich wegen meinem gesundheitlichen Zustand ein anderes Hobby als Gebirgstouren suchte, bot sich fischen an. Ich hatte aber absolut keine Ahnung von angeln. Also besuchte ich den SaNakurs. Kurz nach Erhalt des Ausweises wurde das Bachpatent gelöst. Ab diesem Zeitpunkt war ich kurz am Lauerzer- und Vierwaldstättersee zu finden.
Schon nach kurzer Zeit begann ich mit dem Fliegen und Tenkarafischen. Diese beiden Arten gefielen mir viel besser. Vor allem das Tenkarafischen. Die Ausrüstung dabei besteht nur aus einer Rute (3.6m lang), bei mir aus einer 3.2m langen Schnur, je nach Distanzbedarf aus 0.9 – 2.5m langem Vorfach und einer Fliege (meistens Trockenfliege. Bei den Nymphen und Nassfliegen ist mein Verschleiss sehr gross ). Seit 2016 binde ich auch meine Fliegen selber. Gekauft werden nur noch Vorlagen fürs Selberbinden.
Mit meiner Erfolgsquote kann ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht angeben. Aber das wird sich mit der Erfahrung schon noch ergeben.

Klettersteige
Neben den Hochgebirgstouren gehörten auch Klettersteige zu einem normalen Jahresprogramm. Ich war nie der gute Felsenkletterer. Fürs Allgemeine genügte mein Können. Ging es dann aber zu lange senkrecht nach oben, fehlte mir leider die Kraft und Ausdauer (und ab und zu auch der Mut).
Bei den Klettersteigen wurde das Griffesuchen im Extremfall um ein Vielfaches erleichtert. Im Notfall stand das Drahtseil oder ein Stahlstift als Griff zur Verfügung. Auch das Vorwärtskommen einer Gruppe (wir waren oft 10 und mehr Personen) profitierte vom Sicherungsseil. Jedem war es möglich, für sich alleine sein Tempo zu klettern.
Bei einem dieser Klettersteige passierte der einzige Unfall, bei dem die Rega einen unserer Teilnehmer ausfliegen musste.

Fotografieren
Auf den vielen Touren durch unsere Alpen kam natürlich auch der Fotoapparat mit. Die schönen Sonnenaufgänge, die meisterlich in den Pulverschnee geschwungenen Kurven, mussten für die Nachwelt festgehalten werden.
Mir gefällt es, nicht nur das für alle ersichtliche festzuhalten, sondern auch die kleinen Dinge, die schnell mal übersehen werden. Ich bin bis heute kein Meisterfotograf. Ich halte das fest, was für mich stimmig ist. Wenn ich bei einem Anlass Personen fotografiere, probiere ich, die Personen überraschend zu erwischen. Gestellte Fotos sind mir ein Greuel. Und noch etwas: ich lasse mich selten ablichten .

Elektromobilität – Twizy
Da wir ein bisschen ausserhalb wohnen und der Arbeitsweg nicht allzu weit war, überlegten wir (ich glaube, vor allem ich überlegte mir) uns, wie wir den Spritverbrauch verringern könnten. Der Motor wurde knapp warm und damit die Emissionen gross (wir fahren ein Dieselfahrzeug  – Dieselskandal). Da ich einen Töff besitze, entschlossen wir uns 2013 für den Twizy. Ich konnte eine Wechselnummer lösen. Schon bald hatten wir das Problem, dass ich den Töff nehmen wollte und meine Frau den Twizy – gleichzeitig natürlich. Das funktionierte nicht. Also lösten wir eine neue Nummer. Ab diesem Zeitpunkt ging es auf. Seither ist der Twizy fast täglich im Einsatz.
2015 entschlossen wir uns, sauberen Strom für unseren Twizy zu produzieren. Wir installierten eine Photovoltaikanlage an unser Terrassengeländer. Die Planung hatte unsere Tochter als Maturaarbeit erledigt. Wir bestellten nur noch und liessen sie installieren.
Im Juni 2017 ging ich zum ersten Male mit den Twizy auf eine grössere Tour: der Wavetrophy 2017. Es war hart, aber schön.

Naturist
Seit Jahren gehöre ich zu den Naturisten (auch bekannt unter Nudisten oder FKK-anhänger). Ich bin aber erst seit zwei Jahren einem Verein beigetreten. Und das vor allem aus dem Grund, den INF-Ausweis zu erhalten. Leider ist es oft auf schweizerischen und deutschen Campingplätzen so, dass man nur mit dem INF-Ausweis den Platz betreten und benutzen darf.

Ich bin kein „strenger“ Naturist.
(Auszug aus Wikipedia: „Der Naturismus ist ein Lebensstil, der weitere Ziele miteinschliesst, z. B. Wandern, Radeln, Sport, Kanufahren in freier Natur, was gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme voraussetzt und mit ökologischem Engagement verbunden wird. In diesem Sinne steht der Naturismus in der Tradition der Lebensreform, auch wenn ihm deren asketische Tendenz (Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Vegetarismus, Freiwirtschaft usw.) heute meist abgeht.“)
Dazu schätze ich ein saftiges Stück Fleisch und ein gutes Glas Wein viel zu sehr. Ansonsten lebe und geniesse ich aber in weiten Teilen meines Alltages das Naturistendasein: im Urlaub und zu Hause, auf Wanderungen, beim Fischen und beim Yoga😁.