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Innerschweizer-Stammausfahrt in den Schwarzwald 2005
11./12. Juni 2005
organisiert von Gusti Meier

Technische Infos:

Distanz: ca. 590 km
Route Samstag : Baar - Sins - Hochdorf - Schenkon - Büron - Schöftland - Zofingen - Oftringen - Olten - Trimbach (Kaffee Isebähnli) - Hauenstein - Gelterkinden - Magden - Rheinfelden - Schwörstadt - Wehr - Todtmoos - Bernau (Mittag im Landgasthof Bergblick) - Präg - Todtnau - Kirchzarten - Stegen - St. Peter - Glottertal - Denzlingen - Waldkirch - Gutach - Elzach - Oberprechtal - Schonach - Triberg - Hornberg - Lauterbach (Hotel Tannenhof)
Route Sonntag: Lauterbach - Schramberg - Tennenbron - St. Georgien - Villingen Schweningen - Brigachtal - Hüfingen - Hausen - Mundelfingen - Ewatingen (Kaffee im Gasthof zur Burg) - Bonndorf - Stühlingen (Mittag im Landgasthof Rebstock) - Wutöschingen (weitere Wegpunkte werden noch folgen, falls ich die Infos noch erhalte)


 

 

 

 

 

Freitag, 10. Juni 2005
Was ist los? Meine Goldwing GL 1200 bleibt auf der Autobahn im Tessin stehen. Nichts läuft mehr. Mein Verdacht, dass die Lichtmaschine kaputt sein könnte, wird nach einem Telefon mit Sebi immer wahrscheinlicher. Mit seinem Tip und der Hilfe vom TCS kann ich mit meiner Maschine noch bis Sebi fahren. Doch - was soll ich machen? Morgen ist der Ausflug mit dem Innerschweizer Stamm. Ich habe mich angemeldet und freue mich auf diesen Ausflug. Sebi kann keine Maschine ausleihen. Eventuell leiht mir Kusi (www.weibel-haustechnik.ch) seine Yamaha. Tatsächlich, es gelingt. Ich schicke noch ein Email an Dani, dass ein "Exot" auftauchen wird.

Samstag, 11. Juni 2005
Meine Tochter Simone und ich machen uns am Morgen kurz nach sieben auf den Weg. Ich muss noch eine Vignette kaufen und volltanken. Kurz nach acht Uhr sind wir am Bahnhof in Baar. Einige Teilnehmer sind schon dort und geniessen ihren Kaffee. Die Hände werden geschüttelt und man stellt sich vor. Viele sehe ich zum ersten Mal, da sich meine Vereinstätigkeit sehr in Grenzen hält. Werde ich die vielen Namen behalten können? Eher nein.
Gusti, der Organisator, sammelt die Teilnehmer um sich. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 13 Goldwings und mein "Exot". Gusti ruft allen die wichtigsten Regeln fürs Gruppenfahren in Erinnerung. So pünktlich, wie an diesem Morgen, bin ich noch nie mit einer so grossen Gruppe abgefahren. Gusti führt uns gekonnt Richtung Norden über Landstrassen nach Trimbach. Dort gibt es den ersten Kaffeehalt im Isebähnli. Nachträglich verteuert sich dieses Kaffee noch. Denn nach rund drei Wochen erhalte ich eine Busse der Solothurner Polizei. Ich bin ein bisschen zu schnell gefahren (aber wahrscheinlich nicht nur ich?). Ca eine halbe Stunde später geht es über den Hauenstein. Dieser Pass kann sehr zügig gefahren werden. Hier verfährt sich schon ein kleiner Teil der Gruppe. Doch dank den Fahrregeln ("Ich sehe immer den Hintermann in meinem Rückspiegel. Sonst warte ich, bis er kommt") wird dieser "Irrweg" schnell behoben. In Rheinfelden fahren wir doch tatsächlich in einen kleinen Stau (Mittagszeit und der Zoll). Es wird schön warm. Nach dieser Zwangspause geht es zügig auf deutschem Boden weiter. Ich kann mir gar nicht die Namen der verschiedenen Ortschaften merken. Ich schaue immer schön auf den Vordermann und im Rückspiegel auf meinen Hintermann (Frau kann ich leider nicht sagen, da keine Goldwinglenkerin mitfährt).
In Bernau führt uns Gusti in den gemütlichen Landgasthof Bergblick. Es wird eifrig bestellt und gegessen. Die Portionen sind sehr gut bemessen. Nach dieser Mahlzeit fahren wir mit vollen Bäuchen weiter durch den Schwarzwald. Meine Tochter Simone schliesst oft bei den schönsten Passagen (aus Fahrersicht gesprochen: linke Kurve - rechte Kurve - linke ...) ihre Augen - nicht weil sie Angst vor meinem Fahrstil hätte, sondern weil sie "meditiere" (müde Augen haben die Tendenz zuzufallen). So geht es auf Landstrassen weiter bis nach Lauterbach. Dort beziehen wir unsere Unterkunft. Das Hotel Tannenhof ist normalerweise Samstag-Sonntag geschlossen. Nur wegen uns 28 Personen haben die Wirtsleute geöffnet. (Welches Schweizer Hotel würde einen solchen Service bieten?) Einige von uns (unter anderem auch ich) haben ein bisschen Bewegungsdrank, die anderen bestellen ein oder mehrere Getränke und diskutieren über alles Mögliche. Meine Tochter wendet sich dem Fernseher im Zimmer zu. Beim Nachtessen werden wir verwöhnt, ein besseres Wort wäre "mit sehr gutem Essen gemästet". Die Chefin schöpft und schöpft nach, bis alle übersatt sind. So um 23 Uhr wenden sich alle ihrem Bett zu. Gusti schon auf acht Uhr das Morgenessen bestellt hat und möchte schon um Viertel nach neun Uhr abfahren. Meine Tochter wird Freude haben so früh schon aufstehen zu müssen.

Sonntag, 12. Juni 2005
Viertel vor sechs - Ich könnte schon aufstehen. Soll ich noch ein bisschen laufen gehen? Nein, ich bin faul und bleibe liegen. Kurz vor acht Uhr geht mein Wecker los. Das Zeichen für Simone, die Decke wegzuschieben und aufzustehen. In Holland hatte sie mehr Mühe. Das Morgenbuffet ist sehr reichhaltig. Ich habe noch keinen Hunger. Trotzdem wird etwas gegessen. Simone kann zum ersten Male "Kiri"-käse probieren (es soll scheinbar ein Fernsehspot mit diesem Käse existieren). Sie verdrückt vier warme Brötchen.
Packen, zahlen und auf die Motorräder - in dieser Reihenfolge geht es weiter. Ein Gruppenfoto wird schnell noch gemacht. Ich nehme unseren Apparat nicht hervor (die Fotografin ist übrigens Simone). Weiter geht es über Neben- und Hauptstrassen durch den Schwarzwald. Gusti führt uns um zehn Uhr zum Kaffeehalt. Oh nein - die haben ja zu! Gusti! Also wird schnell wieder der Helm aufgesetzt und weiter geht es. Er führt uns aber, wie könnte es anders sein, zum gemütlichen Gasthof zur Burg. Woher kennt Gusti diese Adressen? Oder hat er einen Riecher dafür? Nach dem Kaffee fahren wir mit frischem Schwung weiter nach Stühlingen, wo wir "schon wieder essen". Ich habe das Gefühl in diesen beiden Tagen von einem Essen zum anderen zu fahren. Und es schmeckt überall gut. Und die Portionen! Einige besuchen noch das Bauernmuseum. Wir bleiben draussen. Dann geht es Richtung Grenze. Bei der ersten Tankstelle in der Schweiz verabschieden wir uns. Von hier aus kann jeder selbständig seinen Weg nach Hause fahren. Wir hängen uns Gusti, Werner und Dani mit seiner Frau Antoinette an. Sie möchten als Abschluss gemeinsam noch etwas trinken gehen. Im Schwanen in "Irgendwo" trinken wir etwas.
Dann geht es auch für diese vier Gespanne nach Hause. In Rotkreuz merke ich ein paar Tröpfchen. "Petrus, kannst du noch ein bisschen warten"? In Seewen wird der Tank noch gefüllt. Der Himmel sieht nicht so einladend aus. "Simone, wir werden noch nass!" Die Geschwindigkeit wird noch ein bisschen erhöht. Wir fahren daheim unter das Vordach - ein kurzer Platzregen. Glück gehabt.

Ein schönes Wochenende klingt aus. Das Wetter hat super mitgespielt. Am Samstag schien die Sonne, zum Teil war es bewölkt. Heute Sonntag hat der Wetterbericht Sonnenschein und Regen gemeldet. Wir kommen aber fast ohne Regentropfen nach Hause.

Herzlichen Dank dem Organisator Gusti vom Innerschweizer Stamm. Du hast eine herrliche Tour für uns ausgekundschaftet. Du hast, glaube ich, allen eine schöne Tour beschert. Vielen Dank.

Auch Antoinette und Dani, herzlichen Dank, dass ich mitkommen durfte. Ich hoffe, dass ihr mir nächstes Jahr wieder eine Einladung zukommen lasst (auch fürs Fahrtraining, falls es zustande kommen sollte)

 

Hier sind einige Bilder. Das Copyright liegt bei Simone. Falls jemand ein Bild will oder braucht, soll er sich bei meiner Tochter melden.

Sonnegg
Innerschweizer-Stammausfahrt 2005

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CH-6434 Illgau
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Mail: info (at) sonnegg.ch