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Internationales Treffen des GWCH 2005 in Kronenberg (Sevenum / Holland)

Mittwoch, 11. Mai 2005
"Was isch? Ich wott nu schlafä!" So tönt es von meiner Tochter Simone, als ich sie um acht Uhr wecke. Als sich dann Sarah bereit erklärt, an ihrer Stelle an dieses Treffen in Holland zu gehen, wird sie doch noch wach. Nach einem kleinen Frühstück werden die letzten Gepäckstücke auf die GL 1200 gepackt. Kurz nach neun Uhr fahren wir aus der Garage. Wir möchten an diesem Tag möglichst nahe an Kronenberg fahren. Keinesfalls wollen wir aber übermässig "stressen". In Seewen werden noch Sandwiches und Getränke eingekauft. Verhungern und verdursten werden wir sicher nicht.
Endlich geht es auf die Autobahn. Bei schönstem, aber relativ kühlen Wetter fahren wir via Luzern gegen Basel zu. Zügig kommen wir voran. Bei der Raststätte in Pratteln brauche ich schon den ersten Kaffee. Simone ist auch nicht unglücklich, sich wieder etwas bewegen zu können. Wir füllen noch den Tank mit Benzin, damit wir wieder möglichst lange fahren können. In gemütlichem Tempo (im Schnitt 120 km/h) fahren wir auf der Autobahn weiter Richtung Norden. Mehrere Male halten wir auf Raststätten oder Picknickstätten um uns zu bewegen oder etwas zu essen. Am Abend sind wir in der Nähe von Koblenz. Das kleine Dörfchen heisst Rheinbay. In der Pension Karbach übernachten wir für 50 € inkl. Frühstück. Vorher werden aber noch ein kleiner gemischter Salat und zwei Pizzas in der Pizzeria in Holzfeld verdrückt. Als der "kleine" gemischte Salat kommt, frage ich zuerst nach, ob das wirklich eine kleine Vorspeise ist. Doch dem ist so. Bei uns ist das ein ganzes Hauptgericht. Meine Pizza Diavolo hat es in sich. Die Peperocini sind sehr frisch und würzig. Sie schmeckt aber sehr gut. Schon bald darauf liegen wir in unseren Betten und geniessen die Nachtruhe.

Donnerstag, 12. Mai 2005
Wir haben uns am Vorabend geeinigt um halb acht Uhr aufzustehen. Da die Sonne aber schon um 6 Uhr ins Zimmer scheint, stehe ich kurz darauf auf und lese. Kurz vor halb acht kann sich Simone zum Aufstehen entschliessen. Alles wird verpackt. Zum Glück habe ich am Vorabend das Motorrad mit einer Hülle abgedeckt. Sonst wären die Sitze vom Tau nass geworden. Nach dem Morgenessen (Simone hat ein "Rüeblibrot erwischt und ist nicht so begeistert von dieser Brotsorte) tanken wir zuerst auf und fahren weiter auf der Autobahn. Wir haben beschlossen nicht mehr ganz so gemütlich zu fahren. Jetzt ist die Durchschnittsgeschwindigkeit näher bei 140 km/h als gestern. Kurz vor 12 Uhr verlassen wir in Venlo Deutschland. Jetzt wird es schwieriger. Mit dem Routenplaner (Link auf der Goldwingseite des GWCCH) haben Simone und ich gewisse Mühe. Mehr nach Gefühl fahrend finden wir trotzdem Sevenum. Dort essen wir etwas. Da wir nicht sicher sind, in welche Richtung wir fahren müssen, schauen wir auf die Motorräder. Zum Glück sind schon einige Goldwings unterwegs und zeigen uns die Hauptrichtung. Endlich sehen wir den Zeltplatz. Zuerst heisst es nun sich einzuschreiben. Danach suchen wir uns einen "ruhigen" Platz. Wir haben gedacht, dass die Strasse nur eine Nebenstrasse sei. Doch falsch gedacht. Es fahren viele Verkehrsteilnehmer hin und her. Viele Fahrer hupen auch während der Fahrt um uns ihre Freude zu zeigen. Das Zelt ist schnell aufgebaut.
Die Schweizer sind noch nicht so gut vertreten. Wir sehen ein Berner Pärchen und die Maschinen einer Aargauerdelegation. Die Fahrer sind nicht in Sichtweite. Die Temperaturen sind nicht angenehm. Es zieht immer. Die Sonne scheint zwar, doch die Bise lässt nicht so richtige "Camperstimmung" aufkommen.
Gegen Abend schlendern wir um den Zeltplatz und schauen uns die verschiedenen Goldwings an. Die Zahl der 1200-er ist nicht mehr so gross. Danach haben wir schon wieder Hunger. Eine Portion Pommes-frites mit Ketchup, das ist es. Gedacht - gekauft. Doch, was ist das für Ketchup! Es  ist für uns mehr Konfi als Ketchup. Nach diesem Fehlschuss genehmigen wir uns noch je einen Kebab. Dieser ist umso besser. Gesättigt spazieren wir umher. Wir schauen noch ins Festzelt. Dort läuft noch nicht viel. Eine Gruppe Holländer ist schon sehr fröhlich (das Bier läuft bei ihnen in rauhen Mengen). Simone schaut sich mal das Programm von diesem Treffen an. "Was, morä isch Disco und hüt isch nur ä ruehige Abig! Nei so fiis." Meine Tochter hat mir gesagt, dass sie auf Dienstag einen Vortrag für die Schule fertig machen muss.

Freitag, 13. Mai 2005
Am Morgen erwache ich wieder relativ früh. Mein Kreuz schmerzt. Meine Matratze fehlt mir. Zelten ist nicht meine Stärke. Ich stehe auf und gehe vor dem Frühstück laufen. Es ist ruhig. Die meisten sind noch im Bett/Schlafsack. Simone schläft noch. Um neun Uhr gehen wir frühstücken. Wir haben immer noch Probleme mit der holländischen Sprache. Wir wissen nicht, was zu welchem Frühstücksmenue gehört. Wir können uns dann aber doch etwas bestellen und geniessen es. Dann geht es ans Zelt aufräumen, zusammenpacken und Abschied nehmen.
Kurz vor elf Uhr verlassen wir den Zeltplatz. Unser Ziel ist es noch heute daheim zu sein. Auf dem Heimweg sind wir sehr häufig auf der linken Spur anzutreffen. Dies bemerke ich vor allem auch im Benzinverbrauch. Jetzt muss ich häufiger an Tankstellen halten und bleifrei nachfüllen. Wir füllen aber auch jedes Mal ein bisschen unseren Bauch. So um 19 Uhr fahren wir über die Grenze bei Basel. Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung nach Hause. Meine Tochter merkt schon ihren Hintern. An diesem Abend ist noch der Innerschweizer Stamm. Wenn Simone nicht zu müde gewesen wäre, hätte ich noch einen Zwischenhalt in Rotkreuz gemacht. So sind wir nur am Restaurant Breitfeld vorbeigefahren. Um halb zehn Uhr fahren wir daheim in die Garage.

Ein schöner Ausflug ist zu Ende. Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Einzig die Bise in Kronenberg vermochte mich nicht so richtig zu begeistern.

Hier sind einige Bilder. Es sind nicht so viele, da der Akku der Kamera nicht mehr zu den Besten zählt.

Sonnegg
Goldwing - Treffen in Kronenberg

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