Freitagsrundfahrt
23. Mai 2008
Ein verlängertes Wochenende - aber trotzdem keine Zeit. Verschiedene Arbeiten warten auf mich: Berichte schreiben, planen, ... Dies ist auch der Grund, warum ich nicht nach Geiselwind fahre. Ich entschliesse mich also für einen Tagesausflug in den Süden. Eines meiner Ziele ist es möglichst nie die Karte zu benutzen (Fahren nach Gedächtnis). Und dies schaffe ich tatsächlich (mit kleinen Umwegen im Freiburgerhinterland und Berneroberland).
Morgens früh wird gestartet. Ich fahre Richtung Süden. Vorgestern wurde ja der Gotthardpass geöffnet. Also werde ich über diesen Pass fahren. Gesagt - getan. Auf dem Pass begegnen sich zwei Gegensätze: Skitourenfahrer auf der einen Seite, Töfffahrer auf der anderen. Winter und Sommer sind hier nahe. Nach einer kurzen Kaffeepause geht es weiter Richtung Süden. Es wird immer wärmer. In Biasca muss ich mich entschliessen: Osten oder Westen. Ich wähle Westen. Durchs Centovalli wird es heute wahrscheinlich nicht so viel Verkehr haben. Und tatsächlich, sehr zügig kann ich dieser engen Strasse entlang fahren. Da ich keine Euros dabei habe, gibt es keinen Zwischenhalt auf italienischem Boden sondern erst auf der Simplonpasshöhe. Dort verpflege ich mich auch kurz.
Lange darf ich hier nicht bleiben, da ich "aussen herum" fahren muss. Die Alpenpässe Furka und Grimsel sind immer noch geschlossen. Das Wetter ist weiterhin gut. Ab und zu drängen sich ein paar Wolken zwischen Sonne und mich. Die Temperaturen sind aber angenehm. Beim Genfersee wird es wieder interessanter. Es geht über den Col des Mosses. Zügig, aber doch nicht als schnellster geht es aufwärts. Wieder eine kurze Kaffeepause. Hier entschliesse ich mich, wieder einmal durch Freiburg zu fahren. Es hat sich in den letzten 25 Jahren einiges verändert. Aber die alten Abkürzungen durch kleine Gässchen gibt es immer noch. Nur mein Töff hat sich von einem 125-Enduro in eine GL-1200 verwandelt. Nach dieser kurzen Nostalgierundfahrt durch die Zähringerstadt geht es wieder Richtung Osten. Via Riggisberg - Steffisburg fahre ich über den Schallenberg. Dort ist der allwöchentliche Töfftreff. Auf der Passhöhe genehmige ich mir ein halbes Poulet. Es ist wirklich gut gewürzt. Wahrscheinlich werde ich wieder einmal an einem Freitagabend dort anzutreffen sein.
Langsam wird es Abend. Ich mache mich auf den Heimweg. Ein Luzerner-Goldwinger begleitet mich als Vorfahrer bis Littau. Von dort ist es fast nur noch Heimstrecke bis Illgau.
Solche Touren sind immer wieder schön. Genüsslich durch die Gegend fahren - Pause machen, wo man will - zurückkehren, wann man will. Für mich ist dies Erholung.
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