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Internationales Treffen in Luttenberg, Holland
08. - 12. Mai 2008

Für dieses Treffen hat sich Simone verdankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Es brauchte aber keine Überzeugungsarbeit. Da Sarah am Treffen vor einer Woche in Frankreich dabei war, wollte Simone ihr Französisch und Holländisch wieder ein bisschen auffrischen. Vor drei Jahren waren wir schon zusammen in Kronenberg. Damals kehrten wir überstürzt heim, da sie meinte einen Vortrag für die Schule fertig stellen zu müssen. Leider entsprach dies nicht ganz der Realität. Diesmal wollten wir bis Samstag bleiben, dann zurück kehren und den Muttertag geniessen.
Das Wetter versprach hervorragend zu werden - so gegen 24°C. Also auf in den Sommer.

Mittwoch, 07. Mai 2008
Der Tag wird ganz schön. Wir planen um halb neun Uhr abzufahren. Dies gelingt uns fast. Zelt und Zubehör ist aufgebunden. Leider bemerkt Simone schon bald, dass das Badezeug daheim geblieben ist. Wir fahren trotz diesem schwerwiegenden Fehler gegen Basel. Wie schon am letzten Wochenende kehren wir in Pratteln zur obligaten Kaffeepause ein. Nach kurzer Erholung (oder ist es eher ein Wachwerden?) fahren wir weiter Richtung Zoll. Aber oh Schreck - wir haben den Ausdruck unserer Reiseroute liegen gelassen. Also - schnell nochmals retour zur Raststätte. Wir haben ja Zeit. Geplant ist eine Übernachtung in Liége. Wir verlassen die Schweiz wieder über die Autobahn in Richtung Mulhouse. Diesmal sehen wir einen Jumbo beim Landen aus nächster Nähe. In Colmar verlassen wir die Autobahn um auf dem Col du Bonhomme unser Mittagessen einzunehmen. Nach einer gemütlichen Pause geht es weiter in Richtung St. Die nach Nancy. Von hier führt uns die Autobahn in Richtung Norden nach Metz und weiter nach Luxemburg. Dazwischen gibt es wieder einmal ein kleine Pause. Luxemburg ist schnell durchquert. Wir landen in Belgien. Gegen acht Uhr erreichen wir Liége. Dort habe ich ein Formel1-Hotel entdeckt. Leider habe ich nicht vorreserviert. Es ist voll. Wir haben uns aber schon darauf vorbereitet und uns auf eine Übernachtung unter freiem Himmel eingestellt. Zuvor verdrücken wir aber in einer Pizzeria etwas Italienisches (Simone mit einer vegetarischen Lasagne, ich mit einer pikanten Pizza). Diese Pizzeria ist empfehlenswert. Sie liegt in unmittelbarer Nähe des Hotels.
Wir suchen uns eine Übernachtungsstelle und finden sie in der Nähe von Eijsden. Sie liegt am Waldrand, inmitten der freien Natur. Simone opfert sich für den Schlaf auf dem Boden. Ich darf auf einem Bänkli schlafen. Wir schlafen mehr oder weniger gut. Es raschelt immer wieder im Gebüsch.

Donnerstag, 08. Mai 2008
Gegen halb acht Uhr stehen wir langsam auf. Waschen liegt leider nicht drin, da es kein fliessendes Wasser gibt. Wir beschliessen uns auf der nächsten Raststätte frisch zu machen und uns zu verpflegen.
Da Simone die Funktion des GPS übernommen hat, verfahren wir uns natürlich auch fast nie. Wir sind uns aber ab und zu nicht ganz sicher, ob wir richtig fahren. Wir können auch nicht auf einer holländischen Karte schlau machen, da noch keine in unserem Besitze ist. Das Orientierungsvermögen lässt uns nicht im Stich. Wir finden gegen Mittag unseren Zeltplatz in Luttenberg. In der Ausschreibung heisst es, dass der Platz ab 12 Uhr offen ist. Doch bei unserer Ankunft sind schon recht viele Zelte aufgestellt und eingerichtet. Wahrscheinlich haben diese Goldwinger schon am Mittwoch hier gezeltet.
Beim Platz für die Einschreibung sehen wir schon die ersten Schweizer, Marcel mit Familie (Mostindier Stamm).Wir finden einen guten Platz am Rande der Wiese. Bevor wir aber mit dem Aufbau beginnen, kleiden wir uns sommerlicher. Es ist schon sehr warm. Die Wettervorhersagen haben nichts Falsches prophezeit. Gemeinsam stellen wir unser Zelt auf. Danach suchen wir uns ein Restaurant in Luttenberg um unseren Hunger zu stillen. Auch eingekauft wird dort. Da noch Zeit übrig bleibt, machen wir einen kleinen Spaziergang in der Umgebung. Zurück auf dem Platz genehmigen wir uns etwas zu trinken und zu essen. Wir setzen uns zu weiteren Schweizern. Da an diesem Abend Flaute ist bei der Unterhaltung, gehen wir früh ins Bett beziehungsweise in den Schlafsack.


Freitag, 09. Mai 2008
Morgenstund hat Gold im Mund. Ich gehe früh morgens spazieren und beobachte den Sonnenaufgang. Die Sonne erscheint kurz nach sechs Uhr wie eine grosse, goldene Kugel. Leider habe ich den Fotoapparat im Zelt gelassen. Es sind aber nur wenige Goldwinger, die diesen Aufgang beobachten. Die meisten schlafen noch mehr oder weniger leise (Schnarchen ist damit gemeint). Da ich weiss, dass die Duschen am Morgen bis in den Vormittag ziemlich gefragt sind, erledige ich dies nach dem Spaziergang. Simone schläft lieber, als sich am Morgen allzufrüh körperlich zu betätigen. So gegen zehn Uhr ist sie dann auch frisch geduscht zum Morgenessen bereit. Diesmal verstehen wir auch schon mehr von dem, was wir für uns zu essen bestellen (das Menü steht auch auf Englisch).
Was wollen wir heute machen? Organisierte Ausfahrt oder eigene Fahrt ins Blaue? Wir beschliessen uns für eine eigene Fahrt ans Ijsselmeer. Nach der Fahrt über Zwolle - Kampen biegen wir in einen Feldweg ein und erreichen einen schönen Strand mit Sand in Schokkerhaven. Simone fühlt sich wie am Meer. Hier essen wir das verspätete Mittagessen. Hier macht sich nun das fehlende Bikini bemerkbar. Wie gerne würde sie baden gehen. Sie taucht mindestens ihre Füsse ins kühle Nass. Nach einer ausgiebigen Erholungsphase fahren wir zurück. So ohne Karte ist es recht schwierig ein kleines Dorf wie Luttenberg zu finden. Wir schaffen es aber nach einigen unnötigen Umwegen.
Am Abend setzen wir uns wieder zu den Schweizer Goldwingern. Es treffen doch ab und zu Neue aus der Schweiz ein. Es ist ja erst Freitagabend. Einige von ihnen durften Stau fahren. Die einen von ihnen konnten trotzdem recht zügig die Kolonnen überholen, andere schafften dies leider weniger gut (Trikes und Seitenwagen). Alle kommen gesund und munter an - dies ist die Hauptsache. Heute soll als Unterhaltung die Coverband "Rattlesnake Shake" spielen. Simone und ich hören zweimal kurz rein. Wow - spielen die laut. Viel zu laut für mich, aber auch für Simone. Wir spüren zu hinterst in der Halle den Bass auf unserer Haut. Muss das sein? Wir verlassen diesen Raum und begeben uns ins Zelt. Denn morgen heisst es "früh aufstehen und Zelt abbrechen". Wir kehren schon morgen heim.


Samstag, 10. Mai 2008
Das Zelt ist schnell abgebrochen. Wir wissen ja schon, wie dies geht. Geplant ist die Abfahrt um acht Uhr. Mit fünf Minuten Verspätung schaffen wir dies. Bei wenig Verkehr geht es zügig in Richtung Heimat. Viermal dürfen wir Stau fahren. Zweimal ist es wegen eines Unfalles, zweimal wegen Verkehrsüberlastung. Wir machen es gleich wie andere Töfffahrer. Wir schlängeln uns durch den zähflüssigen Verkehr. Zum Glück fahre ich jetzt kein Trike oder Seitenwagen.
Wir haben den Auftrag gefasst frische Spargeln von einem Bauernhof heimzubringen. Beim ersten Hinweis erledigen wir dies. In Heddesheim werden wir fündig. Wir kaufen drei Kilo zu sechs Euro ein. Trotz unseren vielen Gepäcks finden wir in der Koffer noch ein bisschen Platz. Nach diesem kleinen Umweg fahren wir ohne grossen Umschweife nach Basel. Dazwischen erholen wir uns immer wieder kurz mit einer Pause. Nach nicht ganz zehn Stunden überqueren wir die Schweizer Grenze. Wir stärken uns mit einer kleinen Mahlzeit und fahren dann direkt nach Hause. Nach nicht ganz zwölf Stunden stehen wir daheim in der Garage. Es ist wieder ein schönes Gefühl zu Hause zu sein.
Als Abschluss gönnen wir uns ein paar der frischen Spargeln. Zum Vergleich haben wir noch "frisch bei uns eingekaufte Spargeln". Auch für Laien wie mich ist ein deutlicher Qualitätsunterschied zu bemerken. Die Heddensheimer-Spargeln sind viel zarter und haben einen viel intensiveren Geschmack.

 

Wie schon die erste "Internationale Tour" war auch diese Ausfahrt sehr schön. Im Gegensatz zum letzten Mal war das Wetter sehr schön, zum Teil schon ein bisschen zu warm. Wir sind uns noch nicht an die Hitze gewöhnt. Ich hoffe, dass dies nicht die letzte, so schöne Tour war.

 

Sonnegg
Internationales Treffen - Holland

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